Solarstrom vom Dach des Berliner Großmarktes
Berliner Energieagentur und Solon montieren Berlins größte Photovoltaik-Dachanlage

Auch nach den vom Deutschen Bundestag beschlossenen drastischen Kürzungen bei der Solarförderung geht der Ausbau der Sonnenenergie in Berlin weiter. Die Berliner Energieagentur (BEA) errichtet jetzt auf vier Dächern des Berliner Großmarktes (BGM) an der Beusselstraße Berlins leistungsstärkste Photovoltaik-Dachanlage mit einer Gesamtleistung von 1,6 Megawatt (MWp). Sie soll nach ihrer Fertigstellung Strom für umgerechnet mehr als 500 Haushalte erzeugen.

Auftragnehmer zur Errichtung der Anlage ist die Berliner SOLON Energy GmbH. Mit einem Investitionsvolumen von knapp 2,3 Millionen Euro setzt die BEA damit ein deutliches Zeichen für den Solarstandort Berlin. Es handelt sich um die größte Einzelinvestition in der 20jährigen Geschichte des Unternehmens.

Insgesamt werden 5.540 Solarmodule verlegt. Die Bauarbeiten an dem Projekt haben bereits begonnen. Nach Fertigstellung stehen für die solare Stromnutzung 39.000 Quadratmeter vorhandene Dachfläche zur Verfügung – das sind knapp sechs Fußballfelder. Für die unterschiedlichen Teildächer auf dem Großmarktgelände kommen drei verschiedene SOLON-Photovoltaiksysteme zum Einsatz. Die Berliner Energieagentur wird die Anlage über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren betreiben und den Strom in das allgemeine Stromnetz einspeisen. Insgesamt wird die Anlage durchschnittlich 1.450 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Die Kohlendioxideinsparung gegenüber einer herkömmlichen fossilen Stromerzeugung beträgt rund 850 Tonnen / Jahr.

Bei einem Besuch vor Ort haben BEA-Geschäftsführer Michael Geißler, SOLON-Geschäftsführer Stefan Säuberlich, BGM-Geschäftsführer Andreas Foidl und Staatssekretär Christoph von Knobelsdorff (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung) dieser Tage über den Stand der Bauarbeiten an der Anlage informiert. Andreas Foidl zeigt sich besonders erfreut über die Regionale Nähe der beteiligten Unternehmen:„Beim Klimaschutz setze ich auch auf kurze Wege und auf regionale Partnerschaften.“

Die Photovoltaikanlage ist zentraler Baustein eines auf eine nachhaltige Energieversorgung und Ressourcenschonung ausgerichteten Umweltkonzeptes des Berliner Großmarktes. Es beinhaltet in Zukunft die Integration weiterer Anlagen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Erzeugung von Strom und Wärme auf der Basis erneuerbarer Energien. „Klimaschutz der kurzen Wege“ ist hierbei der Kernansatz des Berliner Großmarktes, mit dem eine Verbesserung der Energiebilanz vor allem durch regionale Partnerbetriebe erreicht werden soll. Der Berliner Großmarkt gehört mit einem Warenumsatz von über einer Milliarde Euro zu den größten Versorgungszentren für Großverbraucher in Deutschland. Der sogenannte „Bauch von Berlin“ ist zentraler Umschlagplatz für jährlich 500.000 Tonnen Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch sowie Blumen und Pflanzen. Auf dem Großmarkt sind über 2.500 Menschen bei 300 Firmen beschäftigt.

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