Kampf gegen ruinösen Preiswettbewerb bei Lebensmitteln
Deutsche Großmärkte begrüßen Pläne der
Großen Koalition gegen Preis-Dumping

Die Deutschen Großmärkte - vertreten durch ihren Verband GFI - unterstützen die Pläne der Großen Koalition, den scharfen Preiswettbewerb zwischen Discountern zu vermeiden, um dadurch kleinere Lebensmittelgeschäfte und Wochenmarkthändler und damit den Wirtschaftsfaktor Mittelstand zu schützen. Dieser erleidet durch die Aktionen der großen Einzelhandelsketten häufig existenzgefährdende Wettbewerbsnachteile.

Presseberichten war zu entnehmen, dass Union und SPD gegen die Dumpingpreise von Discountern vorgehen wollen. Über eine Novellierung des Kartellrechts soll auch der kurzfristige Verkauf von Lebensmitteln unter Einstandspreis untersagt werden. Dies wurde in der zuständigen Koalitionsarbeitsgruppe  Verbraucherschutz¿ unter der Leitung des designierten Verbraucherschutzministers Horst Seehofer und Justizministerin Brigitte Zypries ausgehandelt.

Signal für den Schutz des ungebundenen Fachhandels

 Nun kommt das lang erwartete Signal für den Schutz des ungebundenen Fachhandels¿, freut sich Andreas Foidl, Mitglied von GFI Deutsche Großmärkte über die politischen Pläne.  Durch die aggressiven Billigpreisstrategien werden in Deutschland jährlich mehrere Milliarden Euro an Wertschöpfung vernichtet. Dies hat dazu geführt, dass der Preis als Orientierungshilfe für den Verbraucher zur Beurteilung der Qualität immer weniger funktioniert. Dies belegt auch eine aktuelle repräsentative Studie von TNS Infratest. Wenn diese Entwicklung nicht endlich gestoppt wird, wird der der Verbraucher die Zeche letztendlich selbst bezahlen: durch weniger Auswahl sowie nachlassende Frische und Qualität. Der  Geiz ist geil¿ - Trend führt gerade bei so wichtigen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse zu einer unverantwortlichen Überbetonung des Preises als Verkaufsargument.¿

Trotz der weiterhin starken Preisorientierung belegt die erwähnte Studie aber auch eine weiter zunehmende Qualitätsorientierung des Verbrauchers beim Einkauf von Lebensmitteln, so Foidl.  Frischeprodukte haben nun mal ihren Preis è und der soll nicht missbraucht werden, sondern den Wert eines Produktes signalisieren.¿

   

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