Wirsol Projektentwicklungsleiter Dennis Seibert, Bürgermeister Michael Grötsch, Herr Staiger (Investor) und Großmarkt Mannheim Geschäftsführer Manfred Spachmann (v.l.n.r.)

Großmarkt Mannheim
Einweihung der Photovoltaikanlage

Wenn in Mannheim nach den Spätnachrichten die letzten Fernseher ausgehen, beginnt im Großmarkt Mannheim schon bald wieder der neue Tag. „Dann geht es bei uns zu wie in einem Ameisenhaufen“, sagt Geschäftsführer Manfred Spachmann.

Tatsächlich strömen Frischeprodukte wie Obst und Gemüse, Schnittblumen, Topfpflanzen und viele weitere natürliche Güter in großen Mengen in die Hallen des Großmarkts.

Wenn man Frische quasi im Namen trägt, dann ist es daher nur konsequent, findet Spachmann, dass man sich auch bei der Energieversorgung für die Umwelt verantwortlich fühlt, aus der diese Güter bezogen werden.

Die Geschäftsführung des Großmarkts hat sich deshalb dafür entschieden, die Dachfläche an die Wirsol Solar AG zu verpachten, damit das Unternehmen sie zur Erzeugung klimaschützender Energie verwenden kann. „Wir sind der Meinung: Frische und Greentec – das passt zusammen“, kommentiert Spachmann.

Künftig werden auf dem Dach der Fruchthalle V rund 192.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr produziert und ins öffentliche Netz eingespeist. Das entspricht einer eingesparten Kohlendioxid-Menge von etwa 120 Tonnen pro Jahr, oder anders gesagt: Einem Güterzug mit zwei Waggons voller Steinkohle.

Abgesehen davon, dass das Engagement sich durch die Pacht auch finanziell lohnt, hält Spachmann vor allem andere Gründe für entscheidend: „Für uns ist es ein Beitrag, den wir gerne leisten. Unsere Kunden haben allein schon wegen ihrer Berufe ein besonderes Verhältnis zur Natur. Sie honorieren das.“

Michael Grötsch, Bürgermeister für Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur, beurteilt das Projekt als weiteren wichtigen Schritt der Region in Richtung dezentrale Energieversorgung: „Zukünftig wird Energie dort hergestellt, wo sie verbraucht wird. Die erneuerbaren Energien finden sich als natürliche Umgebungsenergie überall. Davon, ob wir lernen, sie effizient zu nutzen, hängt der Wohlstand künftiger Generationen ab.“

Dennis Seiberth, Leiter Internationale Projektentwicklung bei Wirsol, sieht gerade in der Region ein gewaltiges Potenzial. Insbesondere bei vielen Betrieben in und um Mannheim gebe es hervorragende Bedingungen: „In der Metropolregion Rhein-Neckar könnten wir rund 3.500 Megawattpeak Leistung mit Sonnenkraft umsetzen.“ Das entspreche in etwa einer Leistung von zwei Atomkraftwerken.

Die Investition sei zudem alles andere als ein Wagnis, sagt Seiberth: „Wenn das Dach in Ordnung ist, liegt das Risiko faktisch bei null.“ 

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